Der Wachturm
Der Wachturm steht auf einem niedrigen Hügel direkt über dem alten Handelsweg, etwa eine halbe Stunde zu Fuß von den ersten Häusern Fichtenwachts entfernt. Sein dunkles Holz hebt sich kaum vom angrenzenden Wald ab. Die oberste Plattform bietet einen weiten Blick nach Süden über Straße und Felder sowie nach Norden in den dichten Nordwald. Bei Mondlicht sind dort gelegentlich einzelne blaue Punkte zu sehen, die sich zwischen den Stämmen bewegen. Der Turm ist zugleich Warnposten, Rastplatz für Patrouillen und ein stiller Ort, an dem sich Gerüchte über verschwundene Reisende sammeln.

Der Wachturm
Tagsüber wirkt der Turm verlassen und zweckmäßig. Nachts knarren die Bohlen selbst bei Windstille, während aus dem Nordwald feuchte Kälte aufsteigt. Die Wachen sprechen leise, halten ihre Augen auf die Bäume gerichtet und vermeiden es, die blauen Punkte direkt zu zählen. Von der Plattform aus scheint der Wald näher zu liegen, als er tatsächlich ist.
Der Wachturm steht auf einem niedrigen Hügel direkt über dem alten Handelsweg, etwa eine halbe Stunde zu Fuß von den ersten Häusern Fichtenwachts entfernt. Sein dunkles Holz hebt sich kaum vom angrenzenden Wald ab. Die oberste Plattform bietet einen weiten Blick nach Süden über Straße und Felder sowie nach Norden in den dichten Nordwald. Bei Mondlicht sind dort gelegentlich einzelne blaue Punkte zu sehen, die sich zwischen den Stämmen bewegen. Der Turm ist zugleich Warnposten, Rastplatz für Patrouillen und ein stiller Ort, an dem sich Gerüchte über verschwundene Reisende sammeln.
Pragmatisch, sparsam und öffentlich bemüht, keine Unruhe zu verursachen. Die Ratsmitglieder bezahlen den Wachdienst regelmäßig, weigern sich aber, die älteren Berichte über den Nordwald zu veröffentlichen.
History
Wachdienst und Signale
Der Turm dient als vorgeschobener Beobachtungsposten für Fichtenwacht. Von der Plattform aus können Wachen den alten Handelsweg, die südlichen Ausläufer des Nordwaldes und bei klarer Nacht die blauen Lichter zwischen den Bäumen beobachten. Tagsüber werden Rauchzeichen verwendet. Nachts dienen drei Laternen als Signal: eine für Reisende in Not, zwei für unmittelbare Gefahr und drei für einen Angriff auf den Handelsweg.
Aufbau und Verteidigung
Im Erdgeschoss stehen sechs einfache Schlafplätze, ein Tisch mit Karten des Handelswegs, ein Wasserfass, Brennholz und ein verschlossener Schrank mit Armbrüsten, Bolzen, Seilen und Signalraketen. Eine schmale Wendeltreppe führt zur Plattform. Die obersten Sprossen knarren absichtlich, damit niemand unbemerkt hinaufgelangt. Unter den Dielen befindet sich ein kleiner Vorratsraum, der nur durch eine lose Bohle zugänglich ist.
Die blauen Lichter
Die blauen Punkte im Nordwald erscheinen meist zwischen Mitternacht und dem ersten Hahnenschrei. Sie bewegen sich nicht wie Laternen, sondern springen in kurzen Abständen von Baum zu Baum. Wer sie länger beobachtet, bemerkt manchmal drei Punkte, die sich gegen den Wind bewegen. Die Wachen führen Buch über jede Sichtung, doch mehrere Seiten des ältesten Registers wurden herausgeschnitten.
Abenteueraufhänger und Spielwerte
Der Wachturm eignet sich als Ausgangspunkt für Ermittlungen, nächtliche Patrouillen und Kämpfe auf engem Raum. Bei einem Angriff können Gegner über den Handelsweg anrücken, aus dem Wald klettern oder versuchen, den Turm in Brand zu setzen. Ein Sturz von der Plattform verursacht 3W6 Fallschaden. Bei starkem Wind muss jeder Kreatur auf der offenen Plattform am Ende ihres Zuges ein Geschicklichkeitsrettungswurf gegen SG 12 gelingen, um nicht zu Boden zu gehen.
Denizens
Pragmatisch, sparsam und öffentlich bemüht, keine Unruhe zu verursachen. Die Ratsmitglieder bezahlen den Wachdienst regelmäßig, weigern sich aber, die älteren Berichte über den Nordwald zu veröffentlichen.
Mara hält den Turm sauber, führt gewissenhaft Buch und schläft nur selten länger als zwei Stunden am Stück. Sie ist überzeugt, dass die Lichter auf den Turm reagieren, wenn jemand ihre Bewegungen beobachtet. Gegenüber Fremden bleibt sie misstrauisch, hilft einer mutigen Gruppe aber bereitwillig, solange sie klare Beweise sammelt.
Der ehemalige Holzfäller verlor vor drei Jahren seine rechte Hand bei einem Unfall und dient nun als Späher und Kartenzeichner. Er kennt jeden Pfad südlich des Nordwaldes. Über die blauen Lichter spricht er nur nach mehreren Bechern Bier. Dann behauptet er, eines davon habe einmal seine Stimme nachgeahmt.
Tjorven ist ein junger Wächter aus Fichtenwacht, der unbedingt beweisen will, dass er kein Feigling ist. Er hat heimlich eine der Sichtungsmarkierungen verändert, um seine erste Nachtwache aufregender erscheinen zu lassen. Nun glaubt er, dass genau dieses gefälschte Zeichen etwas im Wald angelockt hat.
Rumors & Plot Hooks
- 1.Die blauen Punkte gehören zu den Geistern von Reisenden, die auf dem alten Handelsweg verschwunden sind.
- 2.Wer drei Nächte hintereinander vom Turm aus in den Nordwald blickt, sieht beim vierten Mal ein blaues Licht direkt unter der Plattform.
- 3.Vor wenigen Wochen hat jemand nachts die Glocke gezogen, doch am Fuß des Turms fanden sich keine Spuren.
- 4.Ein Händler schwört, dass sich die Lichter auf den Namen einer Person zubewegen, wenn man ihn laut ausspricht.
- 5.Die ältesten Wachen sollen einen unterirdischen Weg unter dem Turm entdeckt haben, der in den Nordwald führt.
- 6.Die blauen Lichter seien keine Kreaturen, sondern Signale von Menschen, die tief im Wald gefangen gehalten werden.
Classified Entry
Die blauen Punkte sind die Augen von drei Irrlichtern, die von einer verborgenen Kreatur im Nordwald gelenkt werden. Diese Kreatur, eine alte Waldhexe namens Alwena Dorn, nutzt die Lichter, um Reisende vom Handelsweg abzubringen. Unter dem Steinfundament des Turms befindet sich ein zugemauerter Versorgungsschacht aus der Bauzeit. Hinter der Mauer führt ein enger Tunnel zu einer überwucherten Senke im Nordwald. Alwena hat begonnen, den Schacht vorsichtig freizulegen, weil sie den Wachturm als festen Beobachtungspunkt übernehmen will. Wenn die Gruppe die blauen Lichter untersucht, kann sie entdecken, dass sie nicht zufällig wandern, sondern den Turm aus verschiedenen Richtungen umkreisen. Der Tunnel ist mit einer einfachen Drahtfalle gesichert und endet nahe einem alten Opferplatz. Dort finden sich die fehlenden Seiten des Sichtungsregisters sowie die Ausrüstung der verschwundenen Wachen.
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