Die versiegelten Keller
Unter der verlassenen Zollstation warten gestohlene Geheimnisse und ein Vertrag, der noch immer auf Blut hört.
Die versiegelten Keller liegen unter den Fundamenten einer aufgegebenen Zollstation, verborgen zwischen Geröll und eingestürzten Mauern. Die Räuberbande der Dornfalken flieht gerade mit einer schweren Metallkassette in ihr Versteck, ohne zu wissen, dass sie damit ein uraltes Vertragsarchiv und dessen Wächter weckt. Der kleine Dungeon bietet eine direkte Verfolgung, einen Schmugglerstollen und einen riskanten Zugang durch eine eingestürzte Zisterne.
Feuchte Kälte liegt zwischen den alten Fundamenten. Der Geruch von nassem Kalk, Ruß und altem Leder hängt in der Luft, während aus tieferen Schächten Metallklirren, hastige Schritte und gelegentlich ein dumpfer Einsturz dringen. Nur rußige Öllampen der Dornfalken und blasse Siegelrunen erhellen die Gänge.
☠ Threat
Mara Dorn, Anführerin der Dornfalken, glaubt, die Metallkassette enthalte wertvolle Beute. Tatsächlich trägt der Vertrag darin die Stimme des Moorschlunds, einer uralten Entität, die durch gebrochene Siegel in die Welt drängen kann. Je länger Mara versucht, die Kassette zu öffnen, desto stärker bebt das Gemäuer und desto aggressiver werden die gebundenen Wächter.
History
Die Keller wurden vor fast zweihundert Jahren von Fürst Albrecht von Edrik als unterirdisches Vertragsarchiv errichtet. Hier lagerten Grenzabkommen, Schuldbriefe und geheime Bündnisse, geschützt durch magische Siegel und eine eigens gebundene Wächterin. Nach dem Verschwinden der Fürstenlinie wurde die Zollstation aufgegeben. Schmuggler entdeckten die Räume, doch die tiefsten Siegel blieben unangetastet.
Encounter Table
CRRußige, halb verkohlte Humanoide aus verbrannten Vertragsfetzen streifen durch die oberen Gänge.
Eine rostige Kette mit einem gezahnten Metallmaul kriecht über Boden und Wände.
Ein schlammiges Wesen aus dem unterirdischen Wasser folgt dem Geruch von Blut und feuchtem Metall.
Eine kleinere Erscheinung der Siegelwächterin prüft Reisende mit Fragen nach Namen, Besitz und gebrochenen Versprechen.
Rumours & Whispers
Die Räuber der Dornfalken stehlen neuerdings keine Waren, sondern gezielt alte Dokumente.
Unter der verlassenen Zollstation soll ein Keller liegen, aus dem nachts jemand um Hilfe ruft.
Ein Vorfahr der Familie Edrik verschwand nach einem Handel mit dem Moor und wurde nie bestattet.
Wer in den alten Kellern ein Versprechen bricht, hört noch Jahre später Ketten in seinen Träumen.
Die Metallkassette soll nicht geöffnet, sondern vor dem ersten Sonnenaufgang an ihren Platz zurückgebracht werden.
Quest Hooks
Quest giver: Händlerin Alva Rinn, die am Geröllhang ihre aufgebrochene Geldkassette hält
Die Gruppe hört aus der Ferne Hilferufe und sieht, wie Mara Dorn mit ihren Leuten unter den Fundamenten der Zollstation verschwindet. Die beraubte Händlerin bittet um sofortige Verfolgung, bevor ihre wertvollen Dokumente verloren gehen.
80 Goldstücke, ein Heiltrank und ein Empfehlungsschreiben der Handelsgilde
Quest giver: Edrik, ein schweigsamer Begleiter mit dem alten Familienring
Edrik erkennt auf einem abgefallenen Siegelstein das Wappen seiner Familie. Er möchte die Kassette bergen, bevor die Wahrheit über seine Vorfahren öffentlich wird, und muss entscheiden, ob er den Vertrag bewahrt oder vernichtet.
Zugang zu Familienbesitz, ein altes Siegelamulett und ein persönlicher Vorteil bei örtlichen Adelshäusern
Quest giver: Mara Dorn, Anführerin der Dornfalken
Die Gruppe kann Mara in Raum 8 stellen, bevor sie das Siegel bricht. Sie behauptet, der Vertrag sei wertlos, bietet aber Informationen über einen größeren Auftraggeber an, wenn die Helden sie nicht sofort ausliefern.
Informationen über ein kriminelles Netzwerk und ein Anteil an der geborgenen Beute
Quest giver: Die Siegelwächterin, die nur in Fragmenten aus dem Vertrag spricht
Wenn das Siegel gebrochen wird, muss die Gruppe in der tiefsten Kammer entscheiden, ob sie den Vertrag vorliest, neu bindet oder endgültig zerstört. Jede Lösung verändert das Moorland und den Ruf von Edriks Familie.
Ein mächtiger Gefallen der Wächterin, die Tilgung einer alten Schuld oder ein seltenes magisches Dokument
Corridor Notes
Frische Stiefelspuren, verstreute Münzen und ein zerrissener Sack führen vom Eingang tiefer in den Dungeon. An einer Wand prangt das eingeritzte Zeichen der Dornfalken, ein schwarzer Vogel mit gespreizten Flügeln.
Ein schmaler Schmugglerstollen verläuft hinter losem Mauerwerk. Er ist mit Seilen, Kistenbrettern und Kreidemarkierungen der Bande gesichert und verbindet den Eingangsbereich mit dem alten Schlafraum.
Risse ziehen sich durch Decke und Boden. Bei lautem Kampf rieselt Staub herab, und jeder Charakter kann ein fernes Knacken hören, das einen möglichen Einsturz ankündigt.
Verblasste Vertragsnummern und Namen ehemaliger Grundherren bedecken die Wände. Einige wurden mit frischer schwarzer Farbe übermalt, andere tragen blutige Fingerabdrücke.
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