Edrik Valm
Edrik Valm
At the table
Voice
Ein höflicher, leicht heiserer Bariton, der klingt, als würde er selbst im Flüstern vor einem Richter aussagen.
Leise, kultiviert und präzise. Edrik wählt seine Worte wie ein Schreiber seine Tinte. Wenn er Angst bekommt, verschluckt er Endungen und beginnt Sätze mehrfach. Wenn er über die Dorfbewohner spricht, wird seine Stimme wärmer und verliert ihren höfischen Abstand.
Speech patterns
How to play them
Edrik bittet zunächst höflich und bietet eine glaubwürdige Belohnung an. Bei Verhandlungen verspricht er 40 Goldmünzen, eine Empfehlung an ein Stadtgericht und eine spätere Beglaubigung von Besitzurkunden. Wird er entlarvt, gesteht er stufenweise: zuerst, dass die Papiere gefährlich sind, dann, dass seine Familie Menschen vertrieben hat, zuletzt, dass er selbst eine Abschrift angefertigt hat. Bei Verrat durch die Gruppe versucht er, ihnen den Aufenthaltsort der wichtigsten Beweise zu verraten, um sich freizukaufen. In einem moralischen Gespräch kann er überzeugt werden, öffentlich auszusagen, wenn die Gruppe ihm Schutz vor seinem Bruder zusichert.
Goal
Die Metallkassette zurückerlangen, die Beweise vor seinem Bruder sichern und einen Weg finden, den Namen Valm zu retten, ohne die Wahrheit völlig zu begraben.
Motivation
Echte Angst um sein Leben, Scham über die Taten seiner Familie und der verzweifelte Wunsch, seinen Namen nicht als den eines Betrügers in die Geschichte eingehen zu lassen.
Appearance
Edrik ist ein schmaler, gepflegter Mann mit der Haltung eines Höflings und den Händen eines Handwerkers. Sein Gesicht ist vom Sturz auf den Schotter aufgerissen, eine Wange klebt voller Staub und Blut. Unter dem feinen Stoff seines Mantels zeichnen sich schmale, drahtige Muskeln ab. Er bewegt sich trotz seiner Verletzung mit kleinen, kontrollierten Schritten, als würde er über einen frisch gewachsten Marmorboden schreiten. Seine Finger zittern ständig, doch sobald er über Dokumente spricht, werden sie ruhig und präzise. Das widersprüchliche Bild bleibt im Gedächtnis: Seine Kleidung ist vornehm genug für einen Gerichtssaal, aber seine Stiefel sind vom langen Reisen rissig und mit getrocknetem Sumpfschlamm bedeckt.
Clothing
Ein dunkelgrüner Reisemantel aus feinem, inzwischen zerrissenem Wollstoff, darunter eine cremefarbene Weste mit silbernen Knöpfen, ein blutbeflecktes Leinenhemd, robuste braune Stiefel und ein schmaler Gürtel mit mehreren leeren Dokumententaschen. Sein Familienwappen wurde aus der Mantelschließe herausgeschnitten.
Body language
Edrik hält den Oberkörper aufrecht, selbst wenn ihm schwindlig ist. Seine rechte Hand presst er auf die verletzte Seite, während die linke ständig unsichtbare Buchstaben auf den Oberschenkel zeichnet. Wenn er lügt, neigt er den Kopf leicht nach rechts und lächelt zu spät.
- Height
- 1,78 m
- Build
- Schlank, sehnig und ausdauernd, mit schmalen Schultern und der vorsichtigen Beweglichkeit eines Menschen, der lange Strecken zu Fuß zurücklegt
- Eyes
- Graugrün, mit einem goldenen Ring um die Pupillen
- Hair
- Dunkelbraun mit einzelnen silbernen Strähnen, sorgfältig zurückgekämmt, aber vom Regen an den Schläfen verklebt
- Skin
- Blasse, vom Wind gerötete Haut mit Sommersprossen über Nase und Wangen
- Age
- 42 Jahre
- Gender
- Männlich
- Size
- Mittel
Distinguishing features
Personality
16 traits and drivesEdrik ist gebildet, höflich und erstaunlich aufmerksam für die Bedürfnisse Fremder, solange diese keinen Anspruch auf sein Familienvermögen erheben. Er kann einem hungernden Kind ohne Zögern seine letzte Mahlzeit geben, wird aber bei der Frage nach einer Entschädigung für vertriebene Familien plötzlich kleinlich und formalistisch. In Sicherheit wirkt er kontrolliert, beinahe überheblich. Unter Druck wird er schnell panisch, doch echte Ungerechtigkeit bringt eine unerwartete Härte in seine Stimme. Er sehnt sich nach Vergebung, möchte aber möglichst wenig dafür aufgeben.
- Alignment
- Neutral mit guter Neigung, aber durch Feigheit und Standesdünkel belastet
Quirks
Habits
Traits · 4
Flaws · 4
Fears · 4
Wants and needs · 4
Combat
AC 10 · HP 5 · 30 FußEdrik versucht nicht, einen Kampf zu gewinnen. Er hält Abstand, sucht Deckung, ruft nach Hilfe und nutzt seinen Siegelstock nur gegen Gegner, die bereits geschwächt oder abgelenkt sind. Wenn die Gruppe ihn schützen will, führt er sie über den kürzesten Weg zum Dungeon, verschweigt aber Fallen und alternative Eingänge. Wird er entlarvt, versucht er zuerst zu fliehen und danach, die Beweise gegen seine eigene Familie zu verwenden, um Schutz zu erhalten.
Edrik Valm
Actions
Reactions
Services they sell
Rewards they can give
Equipment
- Siegelstock (waffe)Ein schwerer Spazierstock aus schwarzem Weißdorn mit einer stumpfen Metallkappe und eingraviertem, zerkratztem Familienwappen.
- Schreibertasche (ausrüstung)Eine leere Ledertasche mit abgerissenen Riemen, in der sich nur zerknitterte Kopien, Tintensteine und ein halber Stadtplan befinden.
- Valm-Siegelring (schlüssel und beweisstück)Ein silberner Ring mit dem Wappen der Familie Valm. Er passt in die Vertiefung des Schlosses der Metallkassette.
- Verdeckte Notiz (dokument)Ein zusammengefaltetes Blatt mit drei Namen, einem Datum und einer unvollständigen Wegbeschreibung zum Dungeon.
- Improvisierter Verband (ausrüstung)Ein kleiner Verband, der notdürftig mit einem bestickten Taschentuch befestigt wurde.
Possessions
Background
Edrik Valm wurde als dritter Sohn einer angesehenen Familie von Grundbesitzern und Notaren geboren. Er zeigte früh Talent für Sprachen, Handschriften und die unscheinbaren Formulierungen, durch die ein Satz in einem Vertrag über Leben und Besitz entscheiden kann. Vor zwölf Jahren begleitete er seinen Vater zu einer Reihe von Landverhandlungen. Damals kopierte Edrik mehrere Urkunden, ohne zu wissen, dass die Siegel gefälscht waren. Dutzende Dorfbewohner verloren daraufhin ihre Höfe. Als eine alte Bäuerin vor dem Herrenhaus zusammenbrach und Edrik ihn anflehte, ihr Dokument noch einmal zu lesen, erkannte er die Manipulation. Er schwieg. Dieses Schweigen wurde zu seiner prägenden Erfahrung: Seitdem kann er jede Lüge in einem Vertrag erkennen, aber nicht immer den Mut aufbringen, sie aufzudecken. Jahre später sammelte er heimlich Beweise gegen seine Familie und wurde zum reisenden Schreiber, offiziell um alte Besitzansprüche zu prüfen. In Wahrheit sucht er nach einem sicheren Weg, die Schuld seiner Familie zu begrenzen, ohne selbst alles zu verlieren. Mara Venn, die Anführerin der Räuber, hat ihn einst beim Kopieren eines belastenden Registers erwischt. Sie kennt seine Lügen und weiß, dass die Metallkassette nicht nur Familienpapiere enthält. Im Dungeon unter den verlassenen Zollkellern versteckte Mara weitere Beweise, darunter das Originalregister und eine Liste der bestochenen Beamten. Nun wurde Edrik auf dem Weg dorthin überfallen, und die Räuber fliehen mit der Kassette zu ihrem Unterschlupf.
Role in the story
Edrik ist der aus der Ferne beobachtete Überfallene, dessen verzweifelte Rufe die Gruppe auf die fliehenden Räuber aufmerksam machen. Er dient als Questgeber, unzuverlässiger Zeuge und mögliche Quelle einer Belohnung. Seine Geschichte wird komplizierter, sobald die Gruppe erfährt, dass die Räuberin Mara Venn seine Lügen kennt und dass der Dungeon nicht nur ein Unterschlupf, sondern ein Archiv belastender Beweise ist.
“Vor zwölf Jahren begleitete er seinen Vater zu einer Reihe von Landverhandlungen.”
- Faction
- Haus Valm, ehemals als reisender Schreiber für mehrere Gerichte tätig, derzeit heimlicher Kontakt zu Mara Venns Bande
Known connections
Media
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