Der Baum der ausgelöschten Namen
Der Baum der ausgelöschten Namen steht am Rand von Wurzelwacht, dort, wo die letzten Hütten in sumpfiges Unterholz übergehen. Sein Stamm ist breiter als ein Karren und von silbergrauer, fast metallischer Rinde bedeckt. Eine natürliche Öffnung führt in das Innere, einen engen, runden Raum, in dem sechs bis acht Personen Platz finden. Die Wände sind über und über mit Namen, Regeln, Jahreszahlen und abgebrochenen Warnungen bedeckt. Viele Namen wurden sorgfältig überarbeitet, andere mit solcher Gewalt ausgekratzt, dass tiefe Furchen im Holz zurückblieben. Der Baum ist ein Ort für Trauer, Streit und Nachforschungen. Für die meisten Bewohner ist er ein Mahnmal für Menschen, deren Schicksal nie geklärt wurde. Für kundige Beobachter ist er eine Karte, ein Rechtsarchiv und ein verschlüsselter Bericht über die Bewegungen der Monster in den Wäldern.

Der Baum der ausgelöschten Namen
Still, feucht und bedrückend. Das Holz knackt selbst bei Windstille, und aus den tiefen Rissen tritt dunkles Harz aus, das nach Rauch und nasser Erde riecht. Stimmen scheinen im Stamm nachzuhallen, obwohl der Raum klein ist. Wer lange auf die ausgelöschten Namen blickt, meint manchmal, die fehlenden Buchstaben im Augenwinkel wieder erscheinen zu sehen.
Der Baum der ausgelöschten Namen steht am Rand von Wurzelwacht, dort, wo die letzten Hütten in sumpfiges Unterholz übergehen. Sein Stamm ist breiter als ein Karren und von silbergrauer, fast metallischer Rinde bedeckt. Eine natürliche Öffnung führt in das Innere, einen engen, runden Raum, in dem sechs bis acht Personen Platz finden. Die Wände sind über und über mit Namen, Regeln, Jahreszahlen und abgebrochenen Warnungen bedeckt. Viele Namen wurden sorgfältig überarbeitet, andere mit solcher Gewalt ausgekratzt, dass tiefe Furchen im Holz zurückblieben. Der Baum ist ein Ort für Trauer, Streit und Nachforschungen. Für die meisten Bewohner ist er ein Mahnmal für Menschen, deren Schicksal nie geklärt wurde. Für kundige Beobachter ist er eine Karte, ein Rechtsarchiv und ein verschlüsselter Bericht über die Bewegungen der Monster in den Wäldern.
Misstrauisch gegenüber Fremden, stolz auf örtliche Bräuche und sehr vorsichtig bei allem, was mit den ausgelöschten Namen zu tun hat. Die Gemeinschaft betrachtet den Baum nicht als Eigentum einer einzelnen Person, sondern als gemeinsames Gedächtnis des Ortes.
History
Die eingeritzten Schichten
Die Namen im Stamm sind in drei Schichten eingeritzt. Die ältesten Einträge nennen Jäger, Förster und verschwundene Familien. Darüber liegen die Jagdregeln der Wurzelwacht: keine Beute vor Sonnenaufgang verfolgen, keine Spur allein überqueren, kein Monster töten, bevor sein Weg zurück zum Wald geprüft wurde. Die jüngste Schicht besteht aus gewaltsam ausgekratzten Namen und unvollständigen Sätzen. Einige Buchstaben sind so tief in das Eisenholz geschnitten, dass sie noch Jahre später frisches Harz absondern.
Die Spur der Monsterroute
Wer die Namen nach Familien, Jahreszeiten und Tierzeichen ordnet, kann die Veränderungen der Monsterroute nachvollziehen. Eine erfolgreiche Untersuchung erfordert drei Proben auf Intelligenz (Nachforschungen) oder Weisheit (Überleben), jeweils mit SG 14. Nach zwei Erfolgen erkennen die Charaktere, dass die Monster nicht zufällig durch das Gebiet ziehen. Ihre Route folgt alten Grenzsteinen, die einst ein verborgenes Heiligtum umgaben. Bei drei Erfolgen entdecken sie eine wiederkehrende Folge aus fünf Namen. Die Anfangsbuchstaben ergeben den Hinweis: "Unter der Wurzel".
Bräuche und Jagdrecht
Der Stamm dient der Wurzelwacht als inoffizielles Archiv für Jagdrecht und verschwundene Personen. Älteste, Wildhüter und Angehörige von Familien, deren Name ausgelöscht wurde, kommen hierher, um neue Einträge anzubringen. Niemand darf einen Namen ohne Zeugen aus dem Holz kratzen. Wer es dennoch tut, wird aus der Jagdgemeinschaft ausgeschlossen und muss den Schaden mit eigener Hand reparieren.
Die Kammer unter der Wurzel
Unter dem westlichen Wurzelbogen befindet sich eine verborgene Kammer. Ihr Eingang ist mit einer dünnen Schicht aus schwarzem Harz versiegelt und nur sichtbar, wenn eine Laterne mit grünem oder blauem Licht darauf gerichtet wird. In der Kammer liegen ein zerbrochener Jagdhorn, drei alte Knochenmarkierungen und ein Bündel Rindenstreifen. Sie beweisen, dass die erste Monsterroute nicht von Monstern angelegt wurde. Sie entstand durch die Flucht mehrerer Menschen, die von der Familie Rabensteg für eine verbotene Verwandlung geopfert werden sollten.
Denizens
Misstrauisch gegenüber Fremden, stolz auf örtliche Bräuche und sehr vorsichtig bei allem, was mit den ausgelöschten Namen zu tun hat. Die Gemeinschaft betrachtet den Baum nicht als Eigentum einer einzelnen Person, sondern als gemeinsames Gedächtnis des Ortes.
Mara ist die geduldige, aber misstrauische Hüterin des Baumes. Sie kennt die Namen der meisten Familien in Wurzelwacht und erkennt an den Schnittspuren, ob jemand aus Trauer, Wut oder Angst gehandelt hat. Sie hilft den Charakteren, wenn sie versprechen, keine Namen zu verändern oder Beweise zu verbergen.
Tomas behauptet, nur nach dem Namen seines Großvaters zu suchen. In Wahrheit untersucht er, warum mehrere Monster in den letzten Monaten an seinem Hof vorbeigezogen sind. Er trägt eine gestohlene Rindenabschrift bei sich und verschweigt, dass darauf ein Zeichen der Rabenstegs zu sehen ist.
Branik ist ein alter Fallensteller, der die Jagdregeln für überholt hält. Er will einige der ausgelöschten Namen endgültig vernichten, weil er glaubt, dass sie Monster anlocken. Seine Furcht macht ihn leicht manipulierbar, doch er kennt einen zweiten Zugang zur Kammer unter der Wurzel.
Rumors & Plot Hooks
- 1.Wenn man den eigenen Namen in den Baum ritzt, kann man im Wald nicht mehr von Monstern gefunden werden.
- 2.Die ausgelöschten Namen gehören nicht den Toten, sondern Menschen, die noch immer unter Wurzelwacht leben.
- 3.In mondlosen Nächten hört man aus dem Stamm das Kratzen eines Messers, obwohl niemand darin ist.
- 4.Die Monsterroute endet bei einem alten Schrein, der unter den Wurzeln eines anderen Eisenholzbaums verborgen liegt.
- 5.Mara kennt den Namen desjenigen, der die ersten Löschungen befohlen hat, wagt aber nicht, ihn auszusprechen.
- 6.Wer Blut auf eine ausgelöschte Passage tropfen lässt, sieht für einen Augenblick die Hand, die den Namen entfernt hat.
Classified Entry
Die Monsterroute wurde ursprünglich durch ein altes Ritual gelenkt. Die Familie Rabensteg versuchte, aus gefangenen Menschen und Monsterblut einen lebenden Grenzwächter zu erschaffen. Das Ritual misslang, doch es band die Wanderwege mehrerer Kreaturen an eine Reihe von Eisenholzbäumen. Die ausgelöschten Namen sind die Namen der Opfer und der Mitwisser. Einer der damaligen Mitwisser lebt noch immer in Wurzelwacht, verborgen unter einer falschen Identität. Der Baum bewahrt nicht nur die Erinnerung an die Opfer, sondern hält auch einen Teil des misslungenen Rituals fest. Wenn die Charaktere die geheimen Rindenstreifen aus der Kammer richtig anordnen, können sie die Monsterroute vorübergehend umlenken. Wenn sie die falsche Reihenfolge wählen, wird der Baum von einer wütenden Erinnerung heimgesucht: einem Schattenwesen mit den Spielwerten eines Wraith, das durch eingeritzte Namen reisen kann.
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