Ruinen von Aunthurr
Die Ruinen von Aunthurr waren einst eine bedeutende Hafenstadt, bis ein Brand und eine ungewöhnlich schnelle Flut ihre unteren Bezirke verschlangen. Heute stehen nur noch die oberen Straßen, einige Türme und ein befestigtes Lager zwischen den Trümmern. Expeditionen kaufen hier Seile, Karten und Gerüchte. Alle glauben, die Stadt werde von den Gezeiten bedroht. Nur wenige wissen, dass die Gezeiten nach den Entscheidungen des Rates gelenkt werden.
Ruinen von Aunthurr
Eine trockene Handvoll Stadt über einem Gefängnis, das bei jeder Ebbe an die Oberfläche klopft.
“Die Ruinen von Aunthurr liegen wie ein halb ertrunkenes Grab an der Westküste. Schwarze Brandung schlägt gegen verkohlte Mauern, Nebel quillt aus versunkenen Straßen, und in den leeren Türmen brennen nachts einzelne Lichter. Expeditionen beginnen hier, doch niemand bleibt freiwillig lange. Das eigentliche Machtzentrum ist nicht der sichtbare Rat, sondern ein verborgener Gezeitenkalender, der bestimmt, welche Ruinen sicher betreten werden können.”
Gallery
Connections
Geography
Culture
Misstrauen gilt als Höflichkeit, Vorbereitung als Mut. Fremde erhalten Hilfe, wenn sie deutlich machen, dass sie einen Ausweg geplant haben. Leichtsinnige Schatzsucher werden nicht verspottet, sondern gemieden, weil ihr Tod nach Ansicht der Aunthurrer oft andere mit sich zieht. Jeder schuldet der Stadt eine Warnung, wenn er etwas Gefährliches entdeckt.
Aunthurr besitzt kaum Raum für Feste, aber die Expeditionen haben eine eigene Erzähltradition hervorgebracht. Überlebende zeichnen ihre Wege mit Kohle auf Schieferplatten und tragen die Karten bei Trinkgelagen vor. Besonders beliebt sind Lieder über gescheiterte Helden, deren Namen absichtlich falsch ausgesprochen werden. Die Einheimischen glauben, dass die Ruinen auf richtig erinnerte Namen aufmerksam werden.
History
Government
Die Gezeitenkarten zeigen seit Wochen falsche Wasserstände. Maud Rell lässt die Meldungen geheim halten, weil sie fürchtet, dadurch eine Panik und den Verlust der Kontrolle auszulösen.
Mehrere Fischer verschwanden nahe einem zugemauerten Tunnel. Die Freien Bergungsleute beschuldigen die Leuchtturmbrüder, den Zugang absichtlich zu bewachen, während der Orden behauptet, die Vermissten seien einer alten Stimme gefolgt.
Economy
Trinkwasser, trockenes Brennholz und verlässliche Nachrichten von außerhalb sind knapp. Besonders begehrt sind gute Lampen und dichtes Segeltuch. Nach Sturmfluten steigen die Preise sofort, weil der Rat Vorräte für die Brandwacht zurückhält.
Defenses
Eine kleine, erfahrene Truppe aus Küstenwächtern, Lotsen und ehemaligen Expeditionsteilnehmern. Sie kämpft diszipliniert, vermeidet jedoch Einsätze bei Nebel, weil mehrere Wachen dort Stimmen hören, die ihre Befehle nachahmen.
Law & Order
- crime Level
- Hoch, aber eigentümlich begrenzt. Die meisten Verbrechen betreffen Schmuggel, gefälschte Karten, Bergungsrechte und Sabotage. Offene Gewalt ist selten, weil jeder Täter auf eine Expedition oder die Hilfe eines Nachbarn angewiesen sein kann.
- enforcement
- Die Brandwacht kontrolliert Tore, Lagerhäuser und die wenigen trockenen Straßen. Bei Streitigkeiten zählen Zeugenaussagen weniger als die Frage, ob jemand eine brauchbare Warnung gegeben hat. Der Rat kann Boote beschlagnahmen und Expeditionen sperren.
- typical Punishment
- Geldstrafen, Beschlagnahmung von Ausrüstung und zeitweiliger Ausschluss aus der Stadt. Bei schwerer Gefährdung anderer wird der Schuldige an den äußersten Pfosten der Seemauer gebunden, bis die nächste Flut sichtbar steigt.
Calendar of Events
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