Urbeth
Urbeth ist Finanzzentrum, Hauptumschlagplatz und erster Anlaufpunkt für Neuankömmlinge an der westlichen Küste. Die Stadt wuchs um einen tiefen Naturhafen, dessen geschützte Becken selbst bei Herbststürmen schiffbar bleiben. Lagerhäuser drängen sich hinter der Seemauer, während Kontore, Wechselstuben und Gerichtshöfe auf höherem Grund liegen. Wer in Urbeth ankommt, findet fast jede Ware, aber selten eine Unterkunft ohne Bedingungen.
Urbeth
In Urbeth hat jeder Ankommende einen Platz, solange jemand bereit ist, für ihn zu bürgen.
“Urbeth wirkt wohlhabend, aber nie satt. Salz, Pfeffer und nasses Holz hängen über den Kais, während Schreiber mit versiegelten Mappen zwischen Lagerhäusern, Wechselstuben und Börsenhallen laufen. Jeder Fremde wird freundlich empfangen, solange er zahlen kann und niemand fragt, woher sein Geld stammt. Unter dem geschäftigen Lärm liegt eine gespannte Stille: Die Stadt wird von Schulden regiert, und manche Schulden werden nicht in Münzen beglichen.”
Gallery
Connections
Geography
Culture
Urbeth glaubt, dass jeder Mensch einen Preis, jede Tat einen Gegenwert und jedes Versprechen einen Zeugen braucht. Offene Armut gilt als peinlich, heimlicher Reichtum als verdächtig. Die Bürger verachten Verschwendung, aber sie bewundern geschickte Ausflüchte. Fremde erhalten schnell Arbeit und Unterkunft, solange sie eine Schuld übernehmen oder einen Bürgen nennen. Wer ohne Verpflichtung lebt, gilt als unzuverlässig und möglicherweise gefährlich.
Urbeth liebt Vorführungen, bei denen Händler, Seeleute und Schreiber ihre Fähigkeiten öffentlich beweisen. In den Schankstuben treten Rechenkünstler, Geschichtenerzähler und Hafenmusiker auf. Wohlhabende Bürger sammeln alte Siegel, seltene Münzen und Reiseberichte. Die beliebteste Unterhaltung ist das öffentliche Verlesen ungewöhnlicher Verträge, besonders wenn jemand darin eine gefährliche Klausel entdeckt. Kinder spielen Börse mit Muscheln und zerbrochenen Tonmarken.
History
Government
Mehrere Schiffe sitzen fest, weil ihre Frachtbriefe widersprüchliche Siegel tragen. Die Neun Kontore verlangen Beschlagnahmung, während die Freien Kaimänner mit Streik drohen. Mara Venn verschiebt jede Entscheidung, bis die Waren verderben oder ein Aufstand beginnt.
Immer mehr Neuankömmlinge verschwinden aus den Armenvierteln, nachdem sie hohe Schulden angenommen haben. Offiziell werden sie an Schuldherren vermittelt. Tatsächlich landen viele in geheimen Arbeitslagern außerhalb der Stadt.
Economy
Bezahlbarer Wohnraum und sauberes Trinkwasser sind knapp. Während die Lagerhäuser überquellen, leben Tagelöhner in überfüllten Höfen nahe der Gerbereien. Auch vertrauenswürdige Bürgen sind schwer zu finden, weshalb viele Neuankömmlinge gezwungen werden, riskante Schulden anzunehmen.
Defenses
Die Hafenwacht besteht aus angeworbenen Veteranen, bewaffneten Zollbeamten und einigen Armbrustschützen der Handelshäuser. Ihre Loyalität gilt dem Sold und dem jeweiligen Dienstbuch, nicht automatisch dem Stadtrat.
Law & Order
- crime Level
- Hoch bei Schmuggel, Siegelbetrug und Erpressung, aber überraschend niedrig bei offenem Raub.
- enforcement
- Die Blaue Wacht patrouilliert nach Zahlungsfähigkeit und Einfluss. Wohlhabende Beschuldigte erhalten ein Verfahren, arme Beschuldigte zunächst eine Schuldverhandlung. Die Tempel versuchen, Vermittlung anzubieten, solange kein Handelsbrief betroffen ist.
- typical Punishment
- Geldstrafe, Einziehung von Waren oder befristete Schuldarbeit. Wiederholter Siegelbetrug führt zu öffentlicher Markierung und Ausschluss aus den Handelsvierteln.
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